Weihnachten/Neujahr in Frankreich

Buchrain

Wir sind das erste mal über die Festtage mit Benito unterwegs 🎄🎍✨️. Wir hatten die schöne Gelegenheit, vorgängig noch fast alle Familienmitglieder zu sehen. Nun fahren wir mal Richtung Grenoble, danach immer südwärts. Auf einem Stellplatz in Le Cheylas (https://maps.app.goo.gl/ZxRxLb4Tg7Ku21NE7) übernachten wir auf einem kostenlosen, ruhig gelegenen Stellplatz. Im Winter kann man die WC-Anlagen und die Grauwasser-Entsorgung zwar nicht nutzen, aber wir brauchen weder das eine noch das andere 😊. Wir wünschen allen Lesenden frohe Weihnachten und lichtvolle, gemütliche und genussvolle Festtage! ⭐️😊🎁🎄🌟✨️ Der Morgen des ersten Weihnachtstages empfängt uns noch mit etwas Hochnebel, der aber rasch der Sonne Platz macht. Um 09.00 h ist es bereits 7 °C. Also Sonnenbrillen hervor und weiter gehts…😎😁🌤!!

    La Croix Haute

    Die Strecke führt uns über einen Teil der Route Napoleon, die wir auch mit den Harleys einmal befahren haben. Wir lassen den Sonnenschein zurück und tauchen ein in dichten Nebel🌫, um auf der Passhöhe La Croix Haute (https://maps.app.goo.gl/3Rfb6CCkbYr7yooV9) wieder die Sonne auf unserer Seite zu haben 😎☀️👍🏼. Trotzdem ist es aufgrund des eisigen Windes bitterkalt. Eindrücklich sind die gefrohrenen Grashalme und Buschzweige. Yuna macht sich einen Spass daraus, in diese Eisformationen hineinzuspringen und sie freudig niederzutrampeln…😅🙈🐕 Man beachte meine wärmenden Finken 😅! Ein Souvenir aus …?? 😂😆

    Sisteron

    Wir sind in Sisteron angekommen, wo wir die heutige Nacht verbringen werden. Mittendrin, einen perfekt gelegenen WoMo-Stellplatz (https://maps.app.goo.gl/sNafd73ytXVG7SDUA) – wenige Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt. Zwar liegt dieser gleich neben dem Zuggleis, doch es fährt nur selten mal einer vorbei. Im Anhang einige Impressionen des Städtchen am späteren Abend. Morgen wollen wir die Citadelle hoch oben auf dem Hügel besichtigen. Bonne nuit à tous.

    Sisteron

    Nach einem leckeren Frühstück machen wir uns gestärkt auf zur Zitadelle von Sisteron. Wie vermutet, ist diese über die Wintermonate leider geschlossen. Dank Brunos Drohne erhielten wir wenigstens einen Überblick über das Gelände der Zitadelle und wir genossen die Aussicht auf Sisteron. Zwei, drei kleine Geschäfte hatten heute geöffnet. Am 24. und 25. Dezember war nichts, aber auch gar nichts offen. Kein Geschäft, kein Kiosk (Tabac), kein Restaurant, keine Brasserie und auch keine Café-Bar… – nichts. Dies nicht nur in Sisteron, nein, in keinem einzigen Ort, wo wir durchgefahren sind, war irgend ein Restaurant offen, wo wir uns hätten verköstigen können. Alles schien komplett ausgestorben. Die vor uns liegende Fahrstrecke führt uns über die Route Napoleon. Wir werden nochmals einen Zwischenstopp einlegen, um dann am nächsten Tag die Côte d’Azur zu erreichen.

    Caille

    Die Route Napoleon ist nicht nur für Töfffahrer ein Paradies! Das Gebirge mit all den eindrücklichen Felsformationen und den Fichtenwäldern ist einfach wunderschön – auch im Winter! Wir nahmen Kurve um Kurve und überquerten so – etwas gemächlicher wie damals mit den Harleys – diverse Passhöhen. So schön die bergige Gegend auch ist: Zwischen April und Oktober würden wir diese Strecke mit dem WoMo bestimmt nicht fahren wollen. Die Strasse mit Motorrädern, Rennvelofahrenden und sonstigen Fahrzeugen zu teilen und jederzeit mit waghalsigen Überholmanövern rechnen zu müssen…. nein danke – muss nicht sein. In Caille, einem kleinen Dorf in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur, auf 1140 müM, fanden wir einen kleinen Stellplatz für max. drei Wohnmobile. Wir sind die Einzigen und können hier kostenlos nächtigen, da der Zahl- und Stromautomat defekt war (wie der gestrige auch). In diesem kleinen Ort gab es sogar einen (am 26.12.!) geöffneten Proxy-Markt~ (ähnlich wie Spar, Volg etc ). Obwohl es wirklich ein Mini-Laden war, boten sie eine enorm grosse Vielfalt an Lebensmitteln an. Der Laden war lustigerweise zweigeteilt (wohl des Platzes wegen). Gegenüber der Dorfgasse befand sich der Non Food-Bereich. Mit dem Einkaufskorb also ab auf die andere Seite und wieder zurück, um die Ware zu bezahlen. Bei einem einfachen, aber feinen Abendessen und einem schönen Glas Wein lassen wir den Tag ausklingen 🍷 und Yuna schlief auf ihrem Plätzli unter dem Tisch schnell mal ein…🐶 Aire de Camping-Cars: https://www.promobil.de/stellplatz/aire-de-camping-cars-588f1dff721d54a52815e7b8.html

    Sainte-Maxim

    Heute fuhren wir bei schönstem Wetter und stahlblauem Himmel weiter der Route Napoleon entlang. Der Verkehr hatte leicht zugenommen und bei ca. 12 °C waren bereits die ersten Töfffahrer unterwegs… Auf dem ersten Foto ist La Maison d’Arrêt (Gefängnis) de Grasse zu sehen. Das zweite Foto ist eine Luftaufnahme aus dem Internet. Eigentlich wollten wir die Stadt Grasse besichtigen. Grasse ist die Welthauptstadt des Parfums und wurde zusätzlich durch den 2006 produzierten Films „Das Parfum – die Geschichte eines Mörders“ berühmt. https://youtu.be/o4s-N3dahSM?si=EP6PG8BmyYGX-FbD Doch leider gab es nirgens eine Parkmöglichkeit für Wohnmobile – schade… So fuhren wir weiter zum gewählten Stellplatz in Sainte-Maxim, https://www.promobil.de/stellplatz/aire-des-pompiers-588f1fa1721d54a5281612b2.html Morgen besichtigen wir die Stadt mit seinem Hafen (20 Gehminuten vom Stellplatz entfernt) https://www.sainte-maxime.fr/ma-ville/decouvrir-sainte-maxime/histoire-et-patrimoine/lhistoire-de-sainte-maxime/ À demain, chers amis 😘.

    Sainte-Maxime

    • France December 28, 2025 17°0:20;
    Heute machten wir uns zu Fuss ins Städtchen Saint-Maxime. Zuerst verköstigten wir uns mit einem Café au Lait, einem Brioche sowie einem petit pain au chocolat. Anschliessend liessen wir es uns nicht nehmen, durch den Sand ans Meer zu gehen. Es befanden sich ausschliesslich Leute mit Hunden am Strand. Die Hunde hatten ihren Spass, auch bei Leinenpflicht. Wir (aber ohne Leine 😂) natürlich ebenso. Gemütlich schlenderten wir am Quai entlang. Für diese Jahreszeit waren erstaunlich viele Geschäfte, Eisdielen, Cafés und Restaurants offen. Am Pier lagen schöne Segelboote und kleinere, grössere bis teils äusserst luxuriöse Yachten vor Ort. Wir entschieden uns, mit dem Boot auf die gegenüberliegende Seite der Bucht zu fahren, um uns auch Saint-Tropez anzuschauen. Mehr dazu siehe nächster Step.

    Saint Tropez

    Nach ca. 20 Minuten Bootsfahrt legten wir im Hafen von Saint-Tropez an. Auch hier erwarteten uns offene Geschäfte und es reihte sich Restaurant an Restaurant. Wir besuchten das Gebäude der früheren Gendarmerie National, das durch die Filmkomödie „Der Gendarm von Saint-Tropez“ mit Louis de Funès aus dem Jahr 1964 bekannt wurde. https://share.google/KsQ0iUZ3m95EIYjM2 Während ich mit Yuna spazieren ging, besuchte Bruno das Museum. https://share.google/KuuokpnuFJeSKTQLc Ich selbst war nie Fan der Louis de Funès-Filme. Der kleine, zwirlige Kerl machte mich mit seiner hibbeligen Art stets sehr nervös und steigerte mich in eine innerliche Unruhe. In Saint-Tropez hatte es noch etwas mehr Leute als in Sainte-Maxime. Kaum vorstellbar, wie dies hier während den Sommermonaten aussieht. Da werden die Menschen wohl zu Geier, wenn mal ein Tisch in einem Restaurant frei wird. Puah… garantiert nichts für uns! Doch jetzt im Dezember findet man überall noch freie Plätze und auch die Menschenmenge war ok. Die milden Temperaturen (17°C) lockten auch uns am Hafen in ein Restaurant. Bei frisch zubereiteten Fish & Chips und einem Panaché genossen wir die Zeit an der Sonne. Während der Rückfahrt nach Sainte-Maxime und dem Fussmarsch zum Stellplatz liessen wir unsere Eindrücke nochmals Revue passieren. Danach hiess es, den nächsten Stellplatz anzufahren. Das war einfacher gesagt als getan… Da die Campingplätze über die Wintermonate geschlossen sind, sind die Stellplätze beliebter denn je und leider auch schneller besetzt. An den letzten vier Übernachtungsorten war kein Strombezug möglich, so dass unsere Stromreserven langsam knapp wurde. Doch wie sagt man so schön? Jedes Huhn findet mal ein Korn… 🐔🙈😅 bzw. auch wir fanden irgendwann mal einen Platz… – aber erneut ohne Strom 🙈😬! Bonne nuit et à demain

    Camps-la-Source

    Das Dörfchen Camps-la-Source macht nichts grosses her, doch der Stellplatz wäre toll. Wäre… Wir konnten diesen leider nicht nutzen. Er ist ganz neu und noch nicht in Betrieb genommen. So nächtigten wir auf dem davorliegenden Parkplatz und mussten mit dem Stromverbrauch äusserst sparsam umgehen. Um diese Jahreszeit können die Solarpanells trotz Sonnenschein kaum Energie speichern. Dank Ladebooster, Eco Flow und vorgängig während der Fahrt mittels USB geladenen Lampen, Handys, Uhren etc. reicht der Strom noch gut bis zur Abfahrt zum nächsten Übernachtungsort. Sonnige Grüsse ☀️😎👍🏼

    Port Saint Louis du Rhône

    Wir sind in der Camargue angekommen und haben bei der Fahrt nach Port Saint Louis du Rhône bereits die ersten Flamingos gesehen. Die Vegetation hat sich gegenüber der Côte d’Azur stark verändert. Weite ebene Flächen bis an den Horizont, Schilfzonen entlang von Lagunen, Kanälen und Sümpfen, Salzseen und steppenartige Felder. Wir sind hier auf einem sehr gepflegten Stellplatz, den wir mit der App „Camping Car-Park“ angefahren sind. Hier können wir unseren Strombedarf füllen, Grauwasser entleeren und Frischwasser tanken. Das reicht, um wieder ein paar Tage unabhängig von Serviceleistungen auf einfachen Stell- oder Parkplätzen übernachten zu können. Am Morgen empfängt uns draussen ein bissiger Mistral-Wind. Trotz Sonnenschein fühlt es sich bei diesem starken Wind sehr kalt an. Egal, ziehen wir einfach eine Kleiderschicht mehr an.

    Port Saint Louis du Rhône

    Port Saint Louis du Rhône verfügt über ingesamt 6 Häfen und einige Sehenswürdigkeiten. So z. B. die riesige „Napoléon-Beach“, die Besichtigungsmöglichkeit der Fischfabrik Ferrigno oder der Muschelzuchtfarmen, die Trockenhäfen Navy Services und Napoléon etc. https://www.arlestourisme.com/de/assets/files/pdf/camargue/Fiches_Rando_DE/N12_port_st_louis_DE.pdf Der Mistral gab gerade alles und blies uns bitterkalt um die Ohren! Wegen dem eisigen Wind sanken die Temperaturen auf rund 3°C. Brrrrr….🥶. Die Kälte wäre ansich nicht ein Problem, aber dieser bissige Wind war wirklich äusserst unangenehm. Deshalb entschieden wir uns, die Sehenswürdigkeiten aussen vor zu lassen und bereits heute nach Orange zu fahren.

    Orange

    Auf der Fahrt nach Orange bestaunten wir erneut die Landschaft und die Farben des Camarguewinters. In der Ferne ist ein Containerhafen mit seinen Kranen ersichtlich. Meterhoch türmen sich dort die Container auf, die auf die Frachtschiffe ge- bzw. von denen entladen werden. In Orange besichtigten wir trotz des bissig kalten Mistrals den Bogen von Orange, auch Arc de Triomphe bzw. Augustusbogen von Orange genannt. https://de.wikipedia.org/wiki/Bogen_von_Orange Ebenso besuchten wir das Theâtre Antique, das am besten erhaltene Theater in ganz Europa. Mit ausdrucksvollen Masken und Perücken haben die Schauspieler damals das Publikum unterhalten. https://share.google/Px9H4QzvrMTCeVqx2 https://theatre-antique.com/de/antikes-theater/ Der Temperaturunterschied zwischen der Côte d’Azur und der Camargue ist enorm! Eben genossen wir noch bei 17 °C die Gegend um St. Tropez – nun frieren wir uns draussen bei 3°C und eisigen Wind den A…. ab. Aber wir wussten dies ja und sind gut ausgerüstet. Bei der Kleidung gilt bei Campern eh das Zwiebelprinzip 🧅👍🏼😁. In einem kleinen Café wärmten wir uns bei Tee und einem leckeren Crêpe Caramel salé etwas auf 🫖🍵 bevor wir zum gewählten Stellplatz fuhren.

    Codolet

    Über den Jahreswechsel bleiben wir hier in Codolet, auch wenn es hier nichts zu sehen gibt. Das Dorf gleicht vielen anderen: alles sieht verlassen aus (was es bestimmt nicht ist), alles ist geschlossen, man sieht kaum einen Menschen, nur ab und zu bellt irgendwo ein Hund… Der eisige Mistral hat sich etwas beruhigt und es war zum Spazieren dadurch gleich viel angenehmer geworden, obwohl sich die Temperaturen noch immer um knapp 3°C bewegten. Wir gönnten uns zum Abendessen ein leckeres Raclette und dazu ein feiner Tropfen 🍷. Dank des neu eingebauten Extra Van (Innen/Aussen-Lüfter) hatten wir den Käsegeruch rasch wieder draussen. 👍🏼 Wir wünschen euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr 🥳🍾🥂! Bleibt gesund, zufrieden und erfreut euch stets auch an den kleinen Dingen im Leben! 🍀🍄🐷 Happy New Year 🍀🐞

    Sassenage

    Nach einem reichhaltige Brunch traten wir die Fahrt weiter Richtung Heimat an. Wir fuhren eine zeitlang an Baumnusswäldern vorbei und in jedem Dorf konnten Baumnüsse oder Produkte davon kaufen (wären die Geschäfte offen). Wir fahren einen Stellplatz in der kleinen Gemeinde Sassenage in der Nähr von Grenoble an (aktuell € 8.80 inkl. Strom + Kurtaxe). Sassenage hat nicht wenig an Sehenswürdigkeiten zu bieten. Da wir aber noch nicht in Rente sind und einfach bleiben können, müssen wir von einem Besuch absehen. Aber für jene, die’s interessiert: Die Höhlen von Sassenage: https://grotte.sassenage.fr/ Schloss Sassenage: https://www.chateau-de-sassenage.com/ Furon-Schlucht: https://www.alpes-isere.com/sit/gorges-du-furon-6210610/ Wochenmarkt in Sassenage (jeweils Freitags): https://share.google/25I71YwTlbrso7Hpc

    Pont de la Cruilles

    Auf der Strecke Richtung Genf machen wir einen Stopp, um uns die 1839 erbaute Hängebrücke „Pont de la Caille“, auch „Pont Charles-Albert“ genannt zu besichtigen. Sie überquert die Schlucht mit dem Flüsschens Les Usses. Die Pont de la Caille war eine der ersten Drahtseil-Hängebrücken Europas. Sie wurde von Émile Fulrand Belin (1800–1887), Paul-Léon Lehaître und Charles Berthier konstruiert und war von ihrer Fertigstellung bis zum Jahr 1912 die höchste Brücke der Welt. Die Brücke steht in Savoyen, das damals als Stammland der Herzöge von Savoyen den wesentlichen Teil des Königreichs Sardinien darstellte. Am 11. Juli 1839 wurde sie durch Carlo Alberto, König von Sardinien und Herzog von Savoyen, feierlich eingeweiht. In den Jahren 1990 und 1991 wurden die Brückentürme restauriert. 1992 wurden sämtliche Elemente der Aufhängung und Befestigung erneuert. (Text aus Wikipedia) Am Geländer mittig der Schlucht, erinnern Blumenbehälter an Menschen, die sich suizidiert haben. Das bewegt uns und es ist für uns nicht nachvollziebar, dass keine Netze gespannt sind, um solche Todesfälle zu verhindern. Gleich neben der historischen Fussgängerbrücke führt die aktuelle Strassenbrücke der D 1201 „Pont Caquot“ über die Schlucht. Bald sind wir wieder in der Schweiz… und es kommt einmal mehr etwas Schwermut auf. Auch wenn wir unser Zuhause lieben – wir lieben das unbeschwerte und freie Leben im WoMo noch mehr!

    Buchrain

    Eigentlich wollten wir erst morgen, am 3. Januar, nach Hause kommen. Aber da der Wetterbericht Schnee meldete, wollten wir kein Risiko eingehen, auch wenn wir Winterpneus auf dem WoMo haben und sogar Schneeketten mitführen. So sind wir gut, aber müde zuhause angekommen und freuen uns heute schon darauf, wenn es wieder heisst: Ab gehts – Losfahren! Danke, dass ihr unsere Weihnachts-/Neujahrsreise etwas mitverfolgt habt. Byebye und bis zum nächsten Tripp 🤗!

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